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STS + PCS nahtlose Umschaltung (<20 ms)

In 30 Sekunden verstanden

In einem Satz: Mit STS für die sekundenschnelle Umschaltung zwischen Netz und Batterie + PCS für netzbildenden Inselbetrieb ersetzt oder reduziert der Energiespeicherschrank die herkömmliche Kombination aus USV und Dieselgenerator.

0.1 Kernleistungsmerkmale

  • Umschaltzeit ≤ 20 ms — schneller als ATS, nahtloses Umschalten
  • Einzelsystem 125 kW ~ 750 kW, bis zu 6 Schränke parallel
  • Inselbetrieb ≥ 2 h (erweiterbare Batteriekapazität, stapelbar bis 8 h)
  • Ersatz/Reduzierung von Dieselgeneratoren, spart Kraftstoff und Wartung

0.2 Vierschritt-Auswahlpfad

Schritt Was zu tun ist Wo nachschlagen
1 Lastprofile klären (Leistung / Typ / Überbrückungsdauer) Kundenangaben
2 Anhand R1–R6 die Belastungsquote ermitteln §7.1
3 Anzahl der Schränke berechnen + STS auswählen §5 + §6
4 Lade-STS sowie erstmalige Lastaufschaltung prüfen §7.3

0.3 Fünf rote Linien – Kurzübersicht

  1. Speicherladeleistung + Lastleistung ≤ STS (maximale Betriebsleistung)
  2. Mehrere Module in einem Schritt zuschalten ≤ 40 %
  3. Inselbetrieb cosφ ≥ 0,8
  4. Induktive Lasten / Wolframlampen / Ladestationen → zwingend DyN11
  5. 6 Schränke ist die Obergrenze der Belastung im Inselbetrieb

1 Anwendbare Produkte

1.1 ENJOY-Serie

Typ Modell Kapazität
STS ESTS250-M (ESTS250-S) 250 kW
STS ESTS500-M (ESTS500/1000-S) 500 kW
PCS EPCS125-AM (D-Cube-A250/375/500) 125 kW
PCS EPCS125-AM-F (D-Cube-S125/261-EU) 125 kW

1.2 Hoenergy-Serie

Typ Modell Kapazität
STS ESTS250-S 250 kW
STS ESTS500-S 500 kW
STS ESTS1000-S 1000 kW
Speicher-Ganzschrank D-Cube-S125/261-EU 125 kW / 261 kWh (flüssigkeitsgekühlt)
PCS-Ganzschrank D-Cube-A250 250 kW
PCS-Ganzschrank D-Cube-A375 375 kW
PCS-Ganzschrank D-Cube-A500 500 kW
Batterieschrank D-Cube-261D 261 kWh (passend zur A-Serie)

2 Systemaufbau

2.1 Topologie A: ein STS + ein PCS

Bild 图片

2.3 Aufgaben der drei Hauptkomponenten

Komponente Funktion
STS Statischer Transferschalter Überwacht den Netzstatus in Echtzeit, trennt bei Anomalien schnell vom Netz und verhindert Inselbetrieb sowie Rückspeisung
PCS Speicherumrichter Im Netzbetrieb netzgeführt (PQ-Modus); im Inselbetrieb netzbildend (VF-Modus)
Bypass Umgehungsschalter Wird bei Wartungsarbeiten am STS geschlossen, bleibt ansonsten geöffnet
Batteriesystem + BMS Speichert elektrische Energie, liefert SoC- / SoH- / Zellzustandsdaten und gewährleistet die Sicherheitsgrenzen

3 Betriebsmodi

3.1 Modus 1 | Netzgebundener Betrieb (Normalzustand)

  • Die Last wird vom Netz versorgt
  • Der Energiespeicher führt gemäß der EMS-Strategie wirtschaftliche Aufgaben wie Lastspitzenkappung und Lastauffüllung / Bedarfsmanagement / Frequenzregelung aus
  • Der PCS arbeitet im Grid-Following-Modus (netzfolgender Modus)

3.2 Modus 2 | Umschaltung auf Inselbetrieb (Fehlerzeitpunkt)

  1. STS erkennt eine Überschreitung der Grenzwerte oder einen Ausfall der Netzspannung/-frequenz
  2. STS trennt die netzseitige Verbindung (im Millisekundenbereich)
  3. PCS wechselt von netzfolgendem (Grid-Following) zu netzbildendem (Grid-Forming / VF) Modus und baut Spannung sowie Frequenz aktiv auf
  4. Die Lasten laufen ohne spürbare Unterbrechung weiter

3.3 Modus 3 | Inselnetz-Versorgung (Dauerbetrieb)

  • PCS als einzige Stromquelle, die die Last unabhängig versorgt
  • Versorgungsdauer = verfügbare Energie ÷ Lastleistung (Beispiel: 1 Schrank 261 kWh mit 100 kW Last ≈ 2,3 h)
  • Falls vor Ort eine PV-Anlage vorhanden ist, kann diese mit dem PV-System ein Microgrid bilden, um die Autonomie zu verlängern

3.4 Modus 4 | Netzwiederherstellung

  • Die STS erkennt die Wiederherstellung und Stabilisierung des Stromnetzes (Einstellung der Synchronisierungszeit: innerhalb welcher Zeitdauer die Phasenanpassung abgeschlossen ist und vom Inselnetzbetrieb in den Netzbetrieb umgeschaltet wird)
  • Nach der Synchronisation durch das PCS erfolgt eine sanfte Netzsynchronisation, und die Last wird wieder auf das öffentliche Stromnetz umgeschaltet
  • Der Energiespeicher wechselt in den Lademodus, um sich auf den nächsten Stromausfall vorzubereiten

4 Typische Anwendungsszenarien

Szenario Problem Mehrwert der Lösung
Rechenzentrum / Mobilfunkbasisstation Stromausfall führt sofort zu Betriebsunterbrechungen Übernahme im Millisekundenbereich, ersetzt oder reduziert USV und Dieselgeneratoren
Präzisionsfertigung / Halbleiter Eine einzige瞬断 (transiente Unterbrechung) führt zur Verschrottung der gesamten Charge Schutz kritischer Fertigungsschritte, Vermeidung hoher Verluste
Krankenhaus / Gewerbekomplex Notbeleuchtung, Aufzüge, Brandmeldeanlagen müssen unbedingt mit Strom versorgt werden Erfüllung der Anforderungen an die Versorgung sicherheitsrelevanter Lasten
Fabriken in Regionen mit schwachem Stromnetz Häufige Stromausfälle, instabile Spannung Erhöhung der Versorgungszuverlässigkeit, Stabilisierung der Produktion
Inselnetz / schwach angebundenes Microgrid Kein oder unzuverlässiger Netzstrom Aufbau eines unabhängigen Versorgungssystems durch PV + BESS

5 Empfehlungstabelle für Produktkonfiguration

Die Konfigurationstabelle dient nur als Empfehlung für Standardszenarien. Die konkrete Auswahl muss je nach Lasttyp, Arbeitsszenario und weiteren Informationen gemäß Abschnitt 6 validiert werden.

STS-Leistung = Ladeleistung des Energiespeichers + Verbrauchsleistung der Last

Einphasige Lastobergrenze = min (Gesamtnennleistung des PCS × Lastfaktor, Gesamtnennleistung des PCS ÷ 3)

5.1 ESTS + D-Cube-A-Serie + 261D

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Netzseite (STS-Gesamtleistung) Wechselstromseite (PCS-Gesamtleistung) 2 h Notstromversorgung 4 h Notstromversorgung 6 h Notstromversorgung 8 h Notstromversorgung
ESTS500-S (500 kW) 1 × D-Cube-A250 (250 kW) 2 × 261D (522 kWh) 4 × 261D (1044 kWh) 6 × 261D (1566 kWh) 8 × 261D (2088 kWh)
ESTS1000-S (1000 kW) 1 × D-Cube-A375 (375 kW) 3 × 261D (783 kWh) 6 × 261D (1566 kWh) 9 × 261D (2349 kWh) 12 × 261D (3132 kWh)
ESTS1000-S (1000 kW) 1 × D-Cube-A500 (500 kW) 4 × 261D (1044 kWh) 8 × 261D (2088 kWh) 12 × 261D (3132 kWh) 16 × 261D (4176 kWh)
ESTS1000-S (1000 kW) 1 × A375 + 1 × A250 (625 kW) 5 × 261D (1305 kWh) 10 × 261D (2610 kWh) 15 × 261D (3915 kWh) 20 × 261D (5220 kWh)
ESTS1000-S (1000 kW) 2 × D-Cube-A375 (750 kW) 6 × 261D (1566 kWh) 12 × 261D (3132 kWh) 18 × 261D (4698 kWh) 24 × 261D (6264 kWh)

5.2 ESTS + D-Cube-S125/261-EU-Serie

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Netzseitig (STS-Gesamtleistung) Wechselstromseitig PCS-Nennleistung Batteriekapazität
ESTS250-S (250 kW) 1 × D-Cube-S125/261-EU 125 kW 261 kWh
ESTS500-S (500 kW) 2 × D-Cube-S125/261-EU 250 kW 522 kWh
ESTS1000-S (1000 kW) 3 × D-Cube-S125/261-EU 375 kW 783 kWh
ESTS1000-S (1000 kW) 4 × D-Cube-S125/261-EU 500 kW 1044 kWh
ESTS1000-S (1000 kW) 5 × D-Cube-S125/261-EU 625 kW 1305 kWh
ESTS1000-S (1000 kW) 6 × D-Cube-S125/261-EU 750 kW 1566 kWh

6 Konfigurationsauswahlformeln und Kurzreferenz

6.1 Kernformel

STS-Leistung ≥ Ladeleistung des Energiespeichers + Verbrauchsleistung der Last

Unter allen Betriebsbedingungen muss diese harte Randbedingung erfüllt sein, andernfalls wird der STS durch Überlast ausgelöst.

6.2 Szenarien-Schnellübersicht

Szenario Anzahl der Speicherschränke Empfohlene STS Empfohlene Belastung (ohmsch 80 %) Maximal einmal zuschaltbare Last
Kleines Geschäft / Villa 1 Einheit 1 × 250 kW 100 kW 50 kW
Mittelgroßes Geschäft / kleines Büro 1–2 Einheiten 1 × 500 kW 200–300 kW 100 kW
Gewerbekomplex 2–3 Einheiten 1×250 + 1×500 parallel 300–400 kW 150 kW
Kleine Fabrik 3–4 Einheiten 2 × 500 kW parallel 400–500 kW 200 kW
Mittelgroße Fabrik 4–5 Einheiten 2 × 500 kW parallel 300–500 kW 250 kW
Große Fabrik (volle Bestückung) 6 Einheiten 2 × 500 kW parallel 200–600 kW 300 kW

Detaillierte Einschränkungen zu den Lasttypen siehe §7.1 R1–R6; vollständige Produktkonfigurationsmatrix siehe §7.2–§7.3.

6.3 Schnellzugriff für Lasttypen

Lasttyp Maximale Belastungsrate Wesentliche Einschränkung Details siehe
Rein ohmsch (Elektroheizung, Glühlampen) ≤ 100 %, empfohlen 80 % Am verträglichsten R1
Frequenzgesteuert (Inverter-Klimaanlagen / -Pumpen) ≤ 60 % (bei gemischter Beleuchtung ≤ 70 %) Anlaufstrom ist zu prüfen R3
Induktiv / stoßbehaftet (Direktstartmotor, Festfrequenz-Klimaanlage) ≤ 15–20 % Hoher Einschaltstromstoß, zwingend zu reduzieren R2
Wolframfadenlampen / AC-Ladestationen DyN11-Trenntransformator erforderlich DC-Anteil verhindern, um Isolationswarnung auszulösen R4

Gilt für Geräte mit dem En Jiu 125 kW PCS: D-Cube-S125/261-EU, D-Cube-A250/375/500. Formel: STS-Leistung = Speicher-Ladeleistung + Lastverbrauchsleistung

7.1 Vollständige Regeln R1–R6

Regel Originaltext (Auszug) Technische Bedeutung Typische Lasten
R1 Leistung rein ohmscher Lasten ≤ PCS-Nennleistung, unterstützt 100 % Belastbarkeit, empfohlene Auslegung auf 80 % Belastbarkeit Widerstandsheizungen, Glühlampen, elektrische Warmwasserbereiter usw., maximale Belastungsrate 80 % Elektrokessel, elektrische Warmwasserbereiter, Glühlampen
R2 Leistung rein induktiver Lasten ≤ 15 %–20 % der PCS-Nennleistung (Direktstartmotoren, Pumpen, Bohrmaschinen, nicht frequenzgeregelte Klimaanlagen und andere stoßbehaftete Lasten) Anlaufstrom 6–8× Nennstrom, zwingend tiefe Derating + Sanftanlasser erforderlich Direktstartmotoren, Pumpen, Bohrmaschinen, nicht frequenzgeregelte Klimaanlagen
R3 Leistung von Frequenzumrichter-Lasten ≤ 60 % der PCS-Nennleistung; konventionelle Lasten wie frequenzgeregelte Klimaanlagen + Beleuchtung ≤ 70 % der PCS-Nennleistung Frequenzumrichter erzeugen Gleichrichteroberschwingungen, Derating auf 60–70 % Frequenzgeregelte Klimaanlagen, frequenzgeregelte Pumpen, frequenzgeregelte Aufzüge
R4 Spezielle Lasten (Lasten mit hohen Anforderungen an die Stromqualität, z. B. Wolfram-Scheinwerfer in Theatern, AC-Ladestationen usw.) erfordern einen zusätzlichen DyN11-Trenntransformator am AC-Ausgang des PCS, um Zuverlässigkeit und Störfestigkeit zu erhöhen DyN11-Trenntransformator: oberschwingungsfest + stoßfest + galvanische Trennung Theaterscheinwerfer (Wolfram), AC-Ladestationen, medizinische Geräte
R5 Betrieb im PCS-Inselnetzmodus, Leistungsfaktor ≥ 0,8 (rein ohmsche Lasten);
● Einmodulige Einmal-Aufschaltrate unterstützt 100 % Zuschaltung/Abwurf, empfohlene Auslegung auf 80 % Zuschaltung
● Bei mehreren parallelen Modulen im Inselnetzbetrieb beträgt die Einmal-Aufschaltrate ≤ 40 %, die verbleibende Last wird langsam zugeschaltet
● Bei Sonderanwendungen muss das Designkonzept und die Lastcharakteristik detailliert mit den Technikern unseres Unternehmens abgestimmt werden
Harte Einschränkung bei Inselnetz-Parallelbetrieb; Verstöße lösen PCS-Schutz oder Kreisströme zwischen den Modulen aus Alle Inselnetz-/Mikronetz-Szenarien
R6 Auch einphasig gelten die obigen Einschränkungen (R1–R5), unterstützt unsymmetrische Belastung 100 %, einphasige Nennleistung = 1/3 PCS-Nennleistung Drei Phasen dürfen vollständig unsymmetrisch belastet werden; physikalische Obergrenze einphasig = PCS/3 Einphasige Hochleistungslasten, einphasige Ladestationen, einphasige Klimaanlagen

7.2 Basis-Konfigurationsmatrix Speicher × STS (R1 / R5 / R6)

Anzahl Speicherschränke PCS Gesamtnennleistung Empfohlene STS-Konfiguration STS Gesamtnennleistung Max. Dreiphasen-Entladung (R1: 80 %) Max. Einphasen-Entladung (R6: PCS/3) Einmaliges Zuschalten (R5)
1 Einheit 125 kW 1 × 250 kW 250 kW 100 kW 41,67 kW Einzelmodul 100 %, empfohlen 80 % (100 kW)
1 Einheit 125 kW 1 × 500 kW 500 kW 100 kW 41,67 kW Einzelmodul 100 %, empfohlen 80 % (100 kW)
2 Einheiten 250 kW 1 × 500 kW 500 kW 200 kW 83,33 kW Mehrmodul ≤ 40 % (≤ 100 kW)
3 Einheiten 375 kW 1 × 500 kW 500 kW 300 kW 125 kW Mehrmodul ≤ 40 % (≤ 150 kW)
4 Einheiten 500 kW 1 × 500 kW 500 kW 400 kW 166,67 kW Mehrmodul ≤ 40 % (≤ 200 kW)
5 Einheiten 625 kW 2 × 500 kW parallel 1000 kW 500 kW 208,33 kW Mehrmodul ≤ 40 % (≤ 250 kW)
6 Einheiten 750 kW 2 × 500 kW parallel 1000 kW 600 kW 250 kW Mehrmodul ≤ 40 % (≤ 300 kW)

R5 anwendbar: Für alle Anzahlen von Speicherschränken erfordert der Inselbetrieb cosφ ≥ 0,8 (rein ohmsche Last). R6 anwendbar: Einphasige physikalische Obergrenze = PCS/3; gleichzeitig darf der Dreiphasenbetrieb vollständig unsymmetrisch bis 100 % einphasiger Belastung erfolgen.

7.3 Dreiphasiges Gleichgewicht / Entladungsbegrenzung bei unsymmetrischer einphasiger Last (R1–R5 / R6)

7.3.1 Dreiphasige symmetrische Last

Anzahl Speicherschränke PCS Gesamt-Nennleistung R1 Rein ohmsch ≤100 % / empf. 80 % R2 Rein induktiv ≤15–20 % R3 Frequenzumrichter-Lasten ≤60 % R3 Frequenzumrichter + Beleuchtung ≤70 % R4 Sonderlasten Wolframlampe / AC-Ladestation
1 Einheit 125 kW 100 kW 19–25 kW 75 kW 87,5 kW DyN11 erforderlich
2 Einheiten 250 kW 200 kW 38–50 kW 150 kW 175 kW DyN11 erforderlich
3 Einheiten 375 kW 300 kW 56–75 kW 225 kW 262,5 kW DyN11 erforderlich
4 Einheiten 500 kW 400 kW 75–100 kW 300 kW 350 kW DyN11 erforderlich
5 Einheiten 625 kW 500 kW 94–125 kW 375 kW 437,5 kW DyN11 erforderlich
6 Einheiten 750 kW 600 kW 113–150 kW 450 kW 525 kW DyN11 erforderlich

7.3.2 Einphasige unsymmetrische Last (R6 + R1–R5)

R6 entscheidend: Einphasige physikalische Obergrenze = PCS-Gesamtnennleistung / 3; gleichzeitig muss die einphasige Last auch die Einschränkungen R1–R5 einhalten. Einphasige Lastobergrenze = min(PCS-Gesamtnennleistung × Belastungsfaktor, PCS-Gesamtnennleistung / 3)

Anzahl Speicherschränke PCS-Gesamtnennleistung Einphasige physikalische Obergrenze R6: PCS/3 R1+R6 einphasig ohmsch min(80%, PCS/3) R2+R6 einphasig induktiv min(20%, PCS/3) R3+R6 einphasig Frequenzumrichter min(60%, PCS/3) R3+R6 einphasig Frequenzumrichter+Beleuchtung min(70%, PCS/3)
1 Einheit 125 kW 41,67 kW 33,33 kW (80 %) 8,33 kW (20 %) 25 kW (60 %) 29,17 kW (70 %)
2 Einheiten 250 kW 83,33 kW 66,67 kW (80 %) 16,67 kW (20 %) 50 kW (60 %) 58,33 kW (70 %)
3 Einheiten 375 kW 125 kW 100 kW (80 %) 25 kW (20 %) 75 kW (60 %) 87,5 kW (70 %)
4 Einheiten 500 kW 166,67 kW 133,33 kW (80 %) 33,33 kW (20 %) 100 kW (60 %) 116,67 kW (70 %)
5 Einheiten 625 kW 208,33 kW 166,67 kW (80 %) 41,67 kW (20 %) 125 kW (60 %) 145,83 kW (70 %)
6 Einheiten 750 kW 250 kW 200 kW (80 %) 50 kW (20 %) 150 kW (60 %) 175 kW (70 %)

R6-Interpretation: Unterstützt dreiphasig 100 % unsymmetrische Belastung – z. B. 6 PCS-Einheiten mit 750 kW, Phase A voll belastet mit 250 kW, Phase B/C unbelastet, das PCS kann dennoch normal betrieben werden. R6 + R5: Die einphasige Last unterliegt ebenfalls der Einschränkung R5 für die einmalige Zuschaltrate (Einzelmodul 80 %, mehrere Module ≤ 40 %).

7.4 Konfiguration und Inbetriebnahmestrategie (R1 + R5)

7.4.1 Lademodus — STS-Kapazitätsprüfung (R1 + STS-Formel)

Formel: STS-Leistung = Speicherladeleistung + Lastleistung (Extremfall: Laden mit voller Leistung + R1 80 % synchroner Lastbetrieb)

Anzahl Speicherschränke PCS-Nennleistung gesamt Ladeleistungsobergrenze Synchronlast (R1 80 %) Gesamtbedarf STS-Nennleistung gesamt STS-Reserve Schlussfolgerung
1 Einheit 125 kW 125 kW 100 kW 225 kW 250 kW +25 kW ✅ Erfüllt (1×250k)
1 Einheit 125 kW 125 kW 100 kW 225 kW 500 kW +275 kW ✅ Erfüllt (1×500k)
2 Einheiten 250 kW 250 kW 200 kW 450 kW 500 kW +50 kW ✅ Erfüllt (1×500k)
3 Einheiten 375 kW 375 kW 300 kW 675 kW 500 kW −175 kW ❌ Nicht erfüllt → Ladebegrenzung ≤ 200 kW
4 Einheiten 500 kW 500 kW 400 kW 900 kW 500 kW −400 kW ❌ Nicht erfüllt → Ladebegrenzung ≤ 100 kW
5 Einheiten 625 kW 625 kW 500 kW 1125 kW 1000 kW −125 kW ⚠️ Grenzwertig → Ladebegrenzung ≤ 500 kW
6 Einheiten 750 kW 750 kW 600 kW 1350 kW 1000 kW −350 kW Nicht erfüllt → Ladebegrenzung ≤ 400 kW

7.4.2 Einmalige Lastaufschaltungsstrategie (R5 im Detail)

Parallelbetriebsmodus Einmalige Aufschaltrate (R5) Anzahl Speicherschränke Maximal einmalig aufgeschaltete Last Aufteilung der Restlast in Stapeln (R5)
Einzelmodul (1 PCS) 100 % Aufschaltung/Abschaltung, empfohlen 80 % 1 125 kW (100 %) / 100 kW (empfohlen) Einstufig, keine Stapelung erforderlich
Mehrmodul (≥ 2 PCS) ≤ 40 % 2 ≤ 100 kW Restliche 100 kW stapeln (80+20 oder 60+40)
Mehrmodul ≤ 40 % 3 ≤ 150 kW Restliche 150 kW stapeln (100+50 oder 80+40+30)
Mehrmodul ≤ 40 % 4 ≤ 200 kW Restliche 200 kW stapeln (100+60+40)
Mehrmodul ≤ 40 % 5 ≤ 250 kW Restliche 250 kW stapeln (100+80+70)
Mehrmodul ≤ 40 % 6 ≤ 300 kW Restliche 300 kW stapeln (100+80+80+40)

R5-Zeitablauf: Zunächst 40 % aufschalten → 100 ms stabilisieren → 30 % aufschalten → stabilisieren → 20 % aufschalten → stabilisieren → die letzten 10 % aufschalten. R5-Sonderanwendung: Wenn die Beschränkung der einmaligen Aufschaltrate von 40 % überschritten werden muss, muss der Entwurfsplan und die Lasteigenschaften unbedingt im Detail mit dem technischen Personal des Herstellers bestätigt werden.

7.4.3 Schnellreferenz für empfohlene Konfigurationen (mit vollständiger R1–R6 Eignungskennzeichnung)

Anwendungsszenario Empfohlene Konfiguration R1 Dreiphasig R2 Induktiv R3 Frequenzumrichter R4 Sonderlast R5 Lastaufschaltung R6 Einphasig
Kleine Last / Haushalt (≤100 kW) 1 Speicher + 1×250 kW STS 100 kW 19–25 kW 75 kW DyN11 ergänzen Einzelmodul 80 % ≤ 33 kW
Kleine Gewerbe (≤200 kW) 2 Speicher + 1×500 kW STS 200 kW 38–50 kW 150 kW DyN11 ergänzen ≤40 % (100 kW) ≤ 67 kW
Mittlere Gewerbe (≤300 kW) 3 Speicher + 1×500 kW STS 300 kW 56–75 kW 225 kW DyN11 ergänzen ≤40 % (150 kW) ≤ 100 kW
Mittlere Gewerbe (≤400 kW) 4 Speicher + 1×500 kW STS 400 kW 75–100 kW 300 kW DyN11 ergänzen ≤40 % (200 kW) ≤ 133 kW
Große Gewerbe (≤500 kW) 5 Speicher + 2×500 kW STS parallel 500 kW 94–125 kW 375 kW DyN11 ergänzen ≤40 % (250 kW) ≤ 167 kW
Große Gewerbe / Microgrid (≤600 kW) 6 Speicher + 2×500 kW STS parallel 600 kW 113–150 kW 450 kW DyN11 ergänzen ≤40 % (300 kW) ≤ 200 kW

7.5 Hinweise zu kritischen Risiken (Zuordnung R1–R6)

Risikopunkt Auslöseregel Gegenmaßnahme
Laden + Lastaufnahme überschreiten STS-Kapazität R1 + STS-Formel Ladeleistungsbegrenzung = STS-Nennleistung gesamt − aktuelle Last
Anlaufüberstrom bei Direktstart eines Motors R2 Sanftanlasser hinzufügen oder PCS um 15–20 % reduzieren
Oberschwingungsstörungen durch Frequenzumrichter R3 EMC-Filter am PCS-Ausgang hinzufügen oder um 60 % reduzieren
Stoßbelastung durch Wolframglühlampen / Ladestationen R4 zwingend Trenntransformator DyN11 hinzufügen
Mehrere Module schalten gemeinsam > 40 % zu R5 Strikte Staffelung der Zuschaltung, Intervall zwischen den Stufen ≥ 100 ms
Leistungsfaktor im Inselnetz < 0,8 R5 Lastcharakter prüfen, rein kapazitive / rein induktive Lasten verbieten
Einphasige Last übersteigt PCS/3 R6 Phasenstrom prüfen, bei Bedarf Dreiphasensymmetrie anpassen
Unsymmetrische große einphasige Last R6 Unsymmetriefähigkeit des PCS nutzen, jedoch einphasig ≤ PCS/3
Ladeszenario mit ≥ 3 Speichersystemen R1 + R5 EMS-Lastmanagement mit Zeitstrategie aktivieren, Laden nachts und Entladen tagsüber

8 Häufig gestellte Fragen (FAQ) – sortiert nach Häufigkeit der Anfragen

F1: Können im Inselbetrieb alle Lasten gleichzeitig zugeschaltet werden? Ein einzelner PCS kann 100 % auf einmal übernehmen (empfohlen 80 %); bei Parallelschaltung mehrerer Geräte darf die gleichzeitig zugeschaltete Lastleistung 40 % nicht überschreiten, die verbleibende Last muss in mehreren Stufen mit Sanftanlauf zugeschaltet werden (Intervall 5–10 s), andernfalls wird der Ringsstromschutz zwischen den Modulen ausgelöst. Dies ist eine zwingende Vorgabe.

F2: Wie hoch ist die maximale Anzahl parallel geschalteter Geräte? Die Obergrenze für die Lastübernahme im Inselbetrieb liegt bei 6 Geräten; die in der Praxis getestete stabile Obergrenze des Kommunikationsbusses beträgt 9 Geräte. Die beiden Werte haben unterschiedliche Bedeutungen – ersterer stellt eine Lastfähigkeitsbeschränkung dar, letzterer eine Begrenzung der Kommunikationskapazität.

F3: Gibt es Anforderungen an den Leistungsfaktor der Last im Inselbetrieb? Ja. Für den Inselbetrieb ist cosφ ≥ 0,8 erforderlich; bei Unterschreitung dieses Werts kann der PCS die Leistung reduzieren oder abschalten.

F4: Kann die Energiespeicherung einen Dieselgenerator vollständig ersetzen? Die meisten mittleren bis kurzen Stromausfälle (im Bereich mehrerer Stunden) können abgedeckt werden. Wird eine unterbrechungsfreie Versorgung über 24 h oder länger gefordert, wird eine Hybridkonfiguration aus Energiespeicher und Dieselgenerator empfohlen: Der Energiespeicher übernimmt die nahtlose Umschaltung im Sekundenbereich sowie die Spitzenlastkappung, der Dieselgenerator dient als langfristige Absicherung.

F5: Beeinträchtigt der Ausfall eines PCS die gesamte Gruppe? Der Ausfall eines Slave-Geräts beeinträchtigt die übrigen Einheiten nicht (der Hardware-Bus bleibt durchgehend verbunden, das ausgefallene Gerät sendet und empfängt lediglich nicht mehr). Bei einem Ausfall des Masters ist eine Software-basierte Neuwahl eines Masters erforderlich; die Betriebsumschaltung dauert 3–5 Minuten, wobei in dieser Zeit die Wirkleistungsabgabe unterbrochen ist. Für reine Backup-Szenarien ist dies akzeptabel; werden jedoch gleichzeitig Sekundenreserve-Aufgaben wie FCR / aFRR übernommen, muss dies im Konzept vorab ausdrücklich angegeben werden.

F6: Bedeutet eine Ringstruktur, dass es keine Stromausfälle geben kann? Nein. Die Ringstruktur stellt eine Kommunikationsverbindungs-Redundanz bereit (Schutz gegen Leitungsunterbrechungen), nicht jedoch eine Redundanz der einzelnen Stromversorgungsgeräte. Der Ausfall eines einzelnen PCS wird durch die Ringstruktur nicht „automatisch umgangen“; das fehlerhafte Gerät muss nach wie vor durch den Master aus dem Verbund entfernt werden. Dieser Punkt muss dem Kunden klar erläutert werden.


Anhang A|Sechs rote Linien im Design (harte Randbedingungen)

Rote Linie ≠ Risiko: Eine rote Linie ist eine absolut unüberschreitbare harte Randbedingung; Risikohinweise siehe §7.5.

  1. Speicher-Ladeleistung + Lastleistung ≤ STS-Leistung — muss unter allen Betriebsbedingungen erfüllt sein
  2. 4-Schrank-Speicher + 1×500 kW STS nicht realisierbar — die Ladeleistung belegt bereits die gesamte STS-Kapazität, keine Lastreserve vorhanden
  3. 6 Schränke sind die Obergrenze der Offgrid-Lastkonfiguration — bei Überschreitung ist ein zusätzlicher STS-Cluster (500+500 kW) erforderlich; einfaches Aufsummieren ist nicht zulässig
  4. Erstmaliges Zuschalten mehrerer Module im Offgrid ≤ 40 % — harte Randbedingung, kein Empfehlungswert
  5. Induktive Lasten / Wolframdrahtlampen / Ladestationen erfordern zwingend einen Trenntransformator DyN11
  6. Offgrid-Betrieb cosφ ≥ 0,8 — darunter erfolgt eine Leistungsreduzierung oder Abschaltung des PCS

Anhang B|Gegenüberstellung von Parallelbetrieb-Anzahl und Erstaufnahme

Parallelbetrieb-Anzahl Obergrenze der Erstaufnahme (≤40 %) Umgerechnete Anzahl von 125-kW-Modulen
2 Geräte 100 kW 0,8
3 Geräte 150 kW 1,2
4 Geräte 200 kW 1,6
5 Geräte 250 kW 2,0
6 Geräte 300 kW 2,4